Das Jahr 2026 bringt mehr Planungssicherheit, aber auch neue Realitäten bei Preisen und Lieferketten. Förderprogramme für Wärmepumpen und Photovoltaik laufen stabil weiter, gleichzeitig endet die Phase extrem günstiger Komponentenpreise. Wichtig: Es geht dabei nicht nur um Solarmodule, sondern um alle Bestandteile einer Photovoltaikanlage.
Wärmepumpen-Förderung 2026: Zuschüsse bleiben attraktiv
Die staatliche Förderung für Wärmepumpen wird auch 2026 fortgeführt und über die KfW im Rahmen der Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG) abgewickelt.
Für selbstgenutzte Wohngebäude im Bestand sind Zuschüsse von bis zu 70 % der förderfähigen Kosten möglich – abhängig von Heizungstyp, Effizienz und individuellen Voraussetzungen.
Gefördert wird nicht nur das Gerät, sondern das Gesamtsystem:
- Planung & Fachunternehmerleistung
- Montage & Elektroarbeiten
- Hydraulischer Abgleich
- Anpassungen an Heizflächen und Verteilung
Praxis-Hinweis:
Fördermittel fließen nur bei sauberer Planung und korrekter Antragstellung. Reihenfolge, technische Nachweise und vollständige Unterlagen sind entscheidend.
Photovoltaik 2026: Wirtschaftlich – aber nicht mehr automatisch günstiger
Die Einspeisevergütung nach EEG bleibt der verlässliche Rahmen für PV-Anlagen. Die Bundesnetzagentur sorgt für transparente Vergütungssätze, die sich planbar weiterentwickeln.
Zusätzlich stehen KfW-Finanzierungen für PV-Anlagen und Batteriespeicher zur Verfügung – besonders interessant für Gewerbe, Mehrfamilienhäuser und größere Projekte.
Der wirtschaftliche Hebel 2026 ist klar:
Nicht die Einspeisung, sondern der Eigenverbrauch entscheidet. Wer Photovoltaik mit Wärmepumpe, Speicher und intelligenter Steuerung kombiniert, holt deutlich mehr aus der Anlage heraus.
Werden PV-Anlagen 2026 insgesamt teurer?
Ja, und zwar nicht nur wegen der Module.
Die sehr niedrigen Preise der letzten Jahre waren das Ergebnis außergewöhnlicher Marktbedingungen: massive Überproduktion, volle Lager und hoher Preisdruck – vor allem aus Asien. Diese Situation normalisiert sich 2026 zunehmend. Das betrifft alle zentralen Komponenten einer PV-Anlage. Extrem niedrige Modulpreise waren eine Ausnahme. Steigende Produktionskosten, der Wegfall von Exportvorteilen und neue Lieferchargen führen mittelfristig zu höheren Einkaufspreisen. Lagerbestände puffern das aktuell noch ab – aber nicht dauerhaft. Wechselrichter bestehen aus komplexer Leistungselektronik und Halbleitern. Diese sind besonders anfällig für steigende Energie- und Produktionskosten, CO₂-Kosten in der Fertigung und geopolitische Spannungen in globalen Lieferketten. Preissteigerungen bei Wechselrichtern wirken sich direkt auf die Gesamtkosten einer PV-Anlage aus. Batteriespeicher hängen stark von Rohstoffen wie Lithium, Nickel und Kobalt ab. Zusätzlich steigen Anforderungen an Sicherheit, Zertifizierung und Netzkompatibilität. Das sorgt zwar für bessere Technik, aber auch für höhere Kosten pro kWh Speicherkapazität. Montagesysteme & Unterkonstruktion sind energieintensiv in der Herstellung. Steigende Energiepreise und CO₂-Regulierung führen dazu, dass auch Unterkonstruktionen und Montagesysteme teurer werden können. Ein oft unterschätzter Kostenblock. Kupferpreise, neue Normen, Netzanschlussbedingungen und zusätzliche Schutzanforderungen treiben die Kosten für Zählerschränke zusätzlich hoch.
Warum „billig kaufen“ langfristig teurer sein kann
Studien und Marktauswertungen, unter anderem vom Fraunhofer ISE, zeigen:
Die Technik entwickelt sich weiter – aber Qualität, Garantie, Ersatzteilverfügbarkeit und Service werden immer wichtiger.
Eine günstige Anlage nützt wenig, wenn:
- Ersatzteile nicht verfügbar sind
- Garantien nicht greifen
- Hersteller nach wenigen Jahren vom Markt verschwinden
Unser Fazit: 2026 ist ein guter Zeitpunkt – mit der richtigen Strategie
Photovoltaik und Wärmepumpen bleiben auch 2026 wirtschaftlich sinnvoll. Gleichzeitig endet die Phase, in der Anlagen „automatisch jedes Jahr günstiger“ wurden.
Unsere Empfehlung:
- Förderfähigkeit von Anfang an einplanen
- Systeme ganzheitlich betrachten (PV + Wärmepumpe + Speicher)
- Nicht nur auf den Preis schauen, sondern auf Zukunftssicherheit
Die USET GmbH begleitet Sie von der ersten Beratung über die Förderabwicklung bis zur fachgerechten Umsetzung – regional, transparent und technisch sauber.
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